Aktuelles in diesem Monat

Hier erhalten Sie monatlich einen Überblick über interessante Informationen und wichtige Neuerungen für Kirche und Diakonie sowie für die Gesundheits- und Sozialbranche.

April 2021

Corona-Impfung ab dem 7. April beim Hausarzt möglich

Eine Ärztin impft eine junge Frau, beide Tragen eine Maske

Ab dem 7. April ist es Hausärzten deutschlandweit möglich, ihre Patienten vor Ort zu impfen. Die Verteilung des Impfstoffs für die Hausärzte wird vom Bund koordiniert. Die Lieferung erfolgt entweder vom Zentrallager aus oder durch die Hersteller selbst.

Das Ziel ist es, die Corona-Pandemie durch die vom Bund beschlossene Impf-Kampagne möglichst schnell flächendeckend in den Griff zu bekommen und vor allem Menschen in einem hohen Alter und mit Vorerkrankungen zeitnah zu schützen.

Mindestlohn für Arbeitskräfte in der Pflege steigt

Eine Pflegerin sitzt neben einer Frau im Rollstuhl

Ab dem 1. April erhöht sich der Mindestlohn für Pflegekräfte. In Westdeutschland erhalten Pflegekräfte von nun an 12,50 Euro pro Stunde. Der Mindestlohn im Osten liegt bei 12,20 Euro pro Stunde.

Eine Angleichung auf jeweils 12,50 Euro erfolgt zum 1. September 2021. Eine weitere Erhöhung für qualifizierte Hilfskräfte auf 13,20 Euro ist für den 1. April 2022 geplant.

Oster-Gottesdienste mit Maskenpflicht und Kontaktdatenerfassung

Aufnahme einer Kirche von innen

Über die Osterfeiertage wird es möglich sein, Präsenzgottesdienste abzuhalten. Die Entscheidung treffen die Kirchen und Religionsgemeinschaften vor Ort, wobei das Infektionsgeschehen und die aktuellen Infektionszahlen zu berücksichtigen sind.

Während der Gottesdienste herrscht eine generelle Maskenpflicht. Außerdem haben die Kirchen und Gemeinden die Verpflichtung, auf einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu achten.

Eine Voranmeldung ist nur dann nötig, wenn mit einer großen Anzahl an Besuchern gerechnet wird.

März 2021

Zwei-Faktor-Authentifizierung: Strengere Sicherheitsbestimmungen für Kreditkarten

Ein Mann sitzt vor einem Laptop und tippt mit der rechten Hand. In der linken hält er eine Kreditkarte.

Ab dem 15. März greifen die Sicherheitsbestimmungen für das Bezahlen per Kreditkarte im Internet. Verbraucher müssen beispielsweise per Passwort oder Transaktionsnummer nachweisen, dass sie der rechtmäßige Inhaber der Kreditkarte sind.

Eigentlich gilt die Pflicht zur „starken Kundenauthentifizierung“ bereits seit dem 14. September 2019. Da einige Anbieter jedoch Probleme bei der Umsetzung der „Zwei-Faktor-Authentifizierung“ hatten, gewährte die BaFin einen Aufschub in Form eines Stufenmodells. So mussten ab dem 15. Januar 2021 Zahlungen ab 250 Euro mit zwei voneinander unabhängigen Faktoren freigegeben werden, seit dem 15. Februar Zahlungen von mindestens 150 Euro. Ab dem 15. März ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung in vollem Umfang Pflicht.  

EU-Verordnung ab 10. März zur Offenlegung nachhaltiger Finanzprodukte

Türmchen aus Geldmünzen, aus denen eine Pflanze wächst

Der Finanzmarkt leistet einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz, zumal sowohl Banken als auch Fondsgesellschaften vermehrt den Fokus auf nachhaltige Anlageprodukte legen. Wie „Grün“ diese Anlagen sind, ist jedoch nicht immer durchsichtig, weshalb die EU-Kommission der Finanzbranche eine Offenlegungsverordnung auferlegt hat, die am 10. März in Kraft tritt.

Das Ziel der Verordnung ist es, mehr Transparenz zu gewährleisten und ein sogenanntes „Greenwashing“ zu vermeiden. 32 verpflichtende und 18 optionale Indikatoren, unter anderem aus den Bereichen Treibhausemissionen und Energieeffizienz, sollen dabei helfen, Finanzprodukte als nachhaltig einzustufen.

Energieeffizienzklassen für Elektrogeräte: Neues Energielabel ab 1. März

Auf einem Holztisch liegt unter anderem die neue Skala, eine Tastatur, ein Taschenrechner und ein Holzhaus.

Für bestimmte Elektrogeräte gilt ab 1. März innerhalb der EU ein neues Energielabel. Dem Verbraucher soll dadurch aufgezeigt werden, welche Elektrogeräte, wie zum Beispiel Geschirrspüler, Waschmaschinen und Fernsehgeräte, besonders energieeffizient sind und langfristig Kosten sparen. Geräteherstellern soll zudem der Anreiz gegeben werden, weitere energieeffiziente Innovationen zu schaffen.

Beim neuen Energielabel handelt es sich um die Rückkehr zur ursprünglichen Skala aus den 90er-Jahren. So gibt es seit dem 1. März keine Pluskategorien (z. B. A+++, A++) mehr. Die neuen Bewertungskategorien reichen von A bis G und sind mit verschiedenen Farben von Dunkelgrün für „sehr gut“ bis Rot für „sehr schlecht“ hinterlegt.

Februar 2021

Neue Personaluntergrenzen: Mehr Personal und Zeit in der Pflege

Aufnahme in einem Krankenhaus, zu sehen sind Pfleger, Ärzte, Patienten und Angehörige

In den deutschen Krankenhäusern werden ab dem 1. Februar weitere Personaluntergrenzen eingeführt. Das Ziel ist es, sowohl eine bessere Versorgung der Patienten zu gewährleisten als auch die Pflegekräfte im Arbeitsalltag zu entlasten.

Betroffene Abteilungen sind unter anderem die Innere Medizin, die Allgemeine Chirurgie, die Neurologie sowie die Kinder- und Jugendmedizin (Pädiatrie). In der Tagesschicht der Pädiatrie kommen durch die neuen Untergrenzen beispielsweise nicht mehr als sechs Patienten auf eine Pflegekraft – in der Nachtschicht sind es hingegen bis zu zehn Patienten pro Pflegekraft.

Studie: Nur jeder Sechste kennt sich mit nachhaltigem Investieren aus

Ein Mann mit roten Haaren und rotem Bart sitzt barfuß an einen Baum angelehnt und liest

Laut einer Studie der US-amerikanischen Investmentgesellschaft BlackRock wünschen sich 81 Prozent der Befragten, dass ihre Geldanlage eine positive Wirkung auf die Nachhaltigkeit zeigt. Für ein Drittel wäre ein nachhaltiges Investment sogar ein Grund, erstmals Geld anzulegen.

Dennoch sind lediglich 15 Prozent der Befragten mit dem Begriff „nachhaltiges Investieren“ vertraut. 58 Prozent der Befragten gehen sogar davon aus, dass Nachhaltigkeitsanlagen mit höheren Kosten verbunden sind und die Rendite durch die Anlagen sinkt.

Studienergebnisse, die deutlich machen, dass bei einem Großteil das Wissen über nachhaltige Geldanlagen weniger stark ausgeprägt ist und es mehr Aufklärung in diesem Segment bedarf. Wie Ihr mit uns als Nachhaltigkeitsbank in werteorientierte Geldanlagen investieren, erfahrt Ihr hier: Nachhaltige Fonds.

Januar 2021

Nachhaltigkeit: Neue CO2-Steuer als Anreiz für mehr erneuerbare Energien

Windrat und Photovoltaikanlage mit grüner Wiese und blauem Himmel

Mit dem Jahreswechsel kommt die neue CO2-Steuer, die als Teil des Klimaschutz-
Programms 2030 erneuerbare Energien weiter in den Fokus rücken soll. So müssen
Unternehmen ab dem 1. Januar 25 Euro pro verursachter Tonne CO2 zahlen, sofern sie Heizöl, Benzin oder Diesel verkaufen.

Bis zum Jahr 2025 steigt der Preis pro Tonne auf 55 Euro. Sinn und Zweck der zusätzlichen Besteuerung ist es, fossile Brenn- und Kraftstoffe weniger attraktiv zu machen und einen Anreiz für klimafreundlichere Energien zu schaffen. Die Mehrkosten der jeweiligen Unternehmen werden dabei an die Kunden weitergegeben.

Sicheres Online-Shopping durch neue Regeln für Kreditkarten

Eine Frau sitzt vor einem Laptop und hält eine Kreditkarte in der Hand

Ab 2021 gelten für Online-Zahlungen per Kreditkarte strengere Sicherheitsanforderungen. Um Verbraucher besser zu schützen, ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung von nun an Pflicht. Das bedeutet, dass Kunden auf zwei voneinander unabhängigen Wegen nachweisen müssen, dass sie der tatsächliche Inhaber der Kreditkarte sind.

Je nach Bank- und Kreditkartenunternehmen wird das sogenannte 3D-Secure-Verfahren unterschiedlich umgesetzt. Beispielsweise bekommen Kunden eine TAN-Nummer per SMS oder die Bestätigung des Kaufs erfolgt über eine spezielle App.

Wie die Authentifizierung bei der EB abläuft, verraten wir Euch hier: VR-SecureGo plus

Ab 2021: Mehr Kindergeld und Kinderzuschlag

Eine Familie aus Frau, Mann und zwei Kindern sitzt auf dem Sofa

Pro Kind erhalten Eltern seit Anfang des Jahres 15 Euro mehr Kindergeld. Für das erste und zweite Kind gibt es somit monatlich 219 Euro, für das dritte Kind 225 Euro und für das vierte sowie jedes weitere Kind 250 Euro. Beim Kinderzuschlag steigt zudem der monatliche Höchstbetrag auf 205 Euro pro Kind. Die Höhe der Unterstützung für Familien mit geringem Einkommen wird individuell berechnet. Das Ziel ist es, mit der Erhöhung des Höchstbetrags weitere Familien mit geringem Einkommen zu unterstützen.

Pflege-Pauschbetrag: Steuererleichterungen für pflegende Angehörige

Eine ältere Frau sitzt zuhause im Rollstuhl, eine junge Frau umarmt sie an den Schultern

Pflegende Angehörige dürfen sich bei der Pflege zu Hause über eine Anhebung des Pflege- Pauschbetrags freuen. Dieser wird auf 1.800 Euro pro Kalenderjahr erhöht und damit fast verdoppelt.

Zudem wird es in diesem Jahr erstmals ab Pflegegrad 2 einen Pflege-Pauschbetrag geben. Er beträgt 600 Euro. Ab Pflegegrad 3 wird ein Pauschbetrag von 1.100 Euro gewährt.

Dezember 2020

Corona Regeln: Spezielle Regelungen für Weihnachten und Silvester

Ein Kind hat eine Nikolausmütze auf und lacht in die Kamera

Bei der vergangenen Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin wurden weitere Maßnahmen hinsichtlich der Corona-Pandemie beschlossen. So werden die Corona-Beschränkungen der Bundesländer bis zum 20. Dezember verlängert.

Für die Weihnachtsfeiertage wird es einige Sonderregeln geben. Festgelegt wurde, dass über die Feiertage und Silvester ein Treffen von bis zu zehn Personen aus mehreren Haushalten erlaubt ist.

Kinder unter 14 Jahren sind hiervon ausgenommen. Die Lockerungen beschränken sich auf den Zeitraum vom 23. Dezember 2020 bis zum 1. Januar 2021.

13. Deutscher Nachhaltigkeitstag am 3. und 4. Dezember: Mit Transformation aus der Krise

Menschen sitzen in einem Raum während einer Besprechung auf Stühlen und werden gefilmt

Am 3. und 4. Dezember treffen sich in Düsseldorf etwa 100 Referenten aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft, um über Themen zur Nachhaltigkeit zu diskutieren. Der 13. Deutsche Nachhaltigkeitstag, an dem auch die Bundesregierung vertreten sein wird, findet sowohl vor Ort als auch virtuell statt.

Das Ziel ist es, die aktuelle Krise für eine Transformation zu mehr Nachhaltigkeit zu nutzen. So stehen unter anderem Diskussionen zum Klimaschutz sowie über neue Konsummodelle und die „Post-Corona-Gründerzeit“ auf dem Programm. Außerdem werden Themen wie die nachhaltige Stadtentwicklung, ökologische Verpackungslösungen und vorbildliche Unternehmen näher erörtert.

Über den 31. Dezember 2020 hinaus: Regelungen zur Entlastung und Unterstützung von Pflegeeinrichtungen

Zwei Frauen sitzen sich während einer Therapiestunde gegenüber

Mit dem im Januar 2021 in Kraft tretenden Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz werden im Bereich der Pflege einige - bis 31. Dezember 2020 befristete - Regelungen um drei weitere Monate verlängert. Diese gelten bis einschließlich 31. März 2021. Sie beziehen sich auf die finanzielle Entlastung und Unterstützung von Pflegeeinrichtungen, Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen.

Übrigens: Bund und Länder wollen über 65-Jährige und Menschen aus Risikogruppen ab Dezember mit insgesamt 15 FFP2-Masken unterstützen. Der Bund übernimmt dabei einen Großteil der Kosten.

November 2020

Weitere Unterstützung für soziale Einrichtungen während der Corona-Pandemie

Viele Menschen umarmen sich hinter dem Rücken

Wie das Bundeskabinett beschlossen hat, werden soziale und fürsorgerische Einrichtungen, die in den vergangenen Monaten starke finanzielle Einbußen hatten, bis zum 31. März 2021 finanziell unterstützt. Dies betrifft unter anderem Behindertenwerkstätten, Integrationskurse oder Anbieter von beruflichen Eingliederungsmaßnahmen.

Das Ziel ist es, die verschiedenen Einrichtungen vor Insolvenzen zu bewahren und deren Bestand zu sichern. Leistungsträger, wie zum Beispiel die Bundesagentur für Arbeit, Sozialämter und die Deutsche Rentenversicherung sind durch das Sozialschutz-Paket I verpflichtet, Zuschüsse von bis zu 75 Prozent zu zahlen. Die sozialen Einrichtungen sollen im Gegenzug alle Ressourcen bereitstellen, um bei der Bewältigung der Pandemie auszuhelfen.

Steuerbefreiung für klimaschonende Autos wird verlängert

Eine Frau sitzt in einem weißen Auto, lehnt sich aus dem Fenster und lächelt in die Kamera

Um den Natur- und Klimaschutz zu stärken wurde das Kraftfahrzeugsteuergesetz angepasst. So dürfen sich Besitzer von emissionsfreien Elektroautos auf eine Steuerbefreiung von bis zu zehn Jahren freuen.

Bei emissionsarmen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren orientiert sich die Kfz-Steuer künftig stärker am Schadstoff-Ausstoß der Autos.

Die Bundesregierung verfolgt mit der Anpassung das Ziel, dass bis zum Jahr 2030 deutschlandweit zwischen sieben und zehn Millionen Elektrofahrzeuge zugelassen sind und dadurch die CO2-Emissionen weiter eingeschränkt werden.

Digitale Spendensäule zur Unterstützung von Kulturstätten, Bildungseinrichtungen und Kirchen

Ein Mann steht mit Mund-Nasen-Schutz an einer Spendensäule

Um Kulturstätten, Ausflugsziele, Museen, Bildungseinrichtungen oder Kirchen zu unterstützen, hat das Unternehmen Digital.Wolff die digitale Spendensäule entwickelt.

Der digitale Opferstock kann an unterschiedlichen Orten installiert werden und nimmt Spendenbeträge per Giro- und Kreditkarte, Smartphone oder Smartwatch entgegen.

Bis zum 14. November 2020 verlosen wir von der Evangelischen Bank eine von sechs digitalen Spendensäulen. Die Teilnahmebedingungen und alle weiteren Informationen finden Sie hier: Digitale Spendensäule

Oktober 2020

Kinderbonus: Weitere Auszahlung in Höhe von 100 Euro ab 7. Oktober

Kleiner Junge hält die Hand eines Elternteils und schaut in die Kamera

Um Familien mit geringem und mittlerem Einkommen während der Corona-Pandemie zu unterstützen, hat die Bundesregierung im Rahmen des Konjunkturpakets einen Familienbonus von 300 Euro beschlossen. Die erste Bonusrate in Höhe von 200 Euro wurde bereits im September ausgezahlt.

Die zweite Rate wird ab dem 7. Oktober überwiesen. Ein Antrag für die verbleibenden 100 Euro muss nicht gestellt werden. Der Auszahlungszeitpunkt bezieht sich auf die Kindergeldnummer, sodass Familien mit der Endziffer 0 ab dem 7. Oktober mit dem Familienbonus rechnen können. Der letzte Auszahlungstermin für die Endziffer 9 ist für den 22. Oktober geplant.

Ermittlung des Pflegegrades: Persönliche Begutachtungen für Pflegebedürftige

Eine ältere Frau sitzt im Rollstuhl und wird von einer Pflegerin geschoben

Wie der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) mitteilte, finden Begutachtungen für den Pflegegrad ab Oktober wieder in Form von persönlichen Untersuchungen statt. Diese wurden in den vergangenen Monaten durch telefonische Interviews ersetzt, um ältere Menschen, die vermehrt zur Corona-Risikogruppe zählen, zu schützen.

Die Hausbesuche erfolgen unter strengen Hygienemaßnahmen. In Risikogebieten und bei Personen, die unter Quarantäne stehen, werden weiterhin Telefonate geführt. Diese Regelung soll vorerst bis Ende März beibehalten werden.

September 2020

Corona-Kinderbonus: 300 Euro für Familien

Eine junge Familie in einer Hängematte

Wie das Bundesfinanzministerium verlauten ließ, wird ab dem 7. September mit der Auszahlung eines Corona-Kinderbonus in Höhe von 300 Euro begonnen. Die erste Rate von 200 Euro wird zusätzlich zum Kindergeld ausgezahlt, während die zweite Rate einen Monat später im Oktober überwiesen wird.

Hintergrund: Innerhalb Deutschlands gibt es ungefähr 18 Millionen Kinder und Jugendliche, denen der Kinderbonus zusteht. Die Bundesregierung plant mit Kosten in Höhe von 4,3 Milliarden Euro. Der Bonus soll vor allem Familien mit geringem und mittleren Einkommen unterstützen.

6. Hessischer Tag der Nachhaltigkeit am 10. September

Kinderhände halten Erde mit Sprösslingen

Unter dem Motto „Lebendig – vielfältig – nachhaltig: Unser Hessen in Stadt und Land“ findet am 10. September 2020 zum sechsten Mal der landesweite Aktionstag für mehr Nachhaltigkeit statt. Dabei gilt es das Thema „Nachhaltigkeit“ in ganz Hessen erlebbar zu machen.

Der Aktionstag wird mit Hilfe von Vereinen, Verbänden, Kommunen, Schulen und Institutionen umgesetzt. Über das gesamte Bundesland hinweg rufen diese zahlreiche Veranstaltungen ins Leben und zeigen dadurch, wie sie sich für mehr Nachhaltigkeit engagieren. Alle Aktionen und Veranstaltungen sind im Aktivitätenkompass vom Land Hessen aufgelistet.  

Gesundheitsportal der Bundesregierung wird am 1. September freigeschaltet

Junge Frau sitzt auf dem Boden und benutzt ihr iPad

Das „nationale Gesundheitsportal“ der Bundesregierung verfolgt das Ziel, über die häufigsten 200 Krankheitsbilder aufzuklären. Die Weitergabe von Falschinformationen und nicht belegten Theorien soll durch das neue Online-Portal vermieden werden. Leser dürfen sich zudem auf übersichtlich aufbereitete Informationen zur Pflege, einem gesunden Lebensstil und den Rechten von Patienten freuen.

Erreichbar ist das Portal ab dem 1. September 2020 unter www.gesund.bund.de. Träger ist das Bundesgesundheitsministerium, welches eng mit Institutionen wie dem Robert-Koch-Institut und Krebsforschungszentren zusammengearbeitet hat.


August 2020

Aufstiegs-BAföG: Mehr Geld für berufliche Weiterbildungen

Junge Menschen in einer Bibliothek lernen zusammen

Das Aufstiegs-BAföG besteht aus einem Zuschuss sowie einem Darlehen und verfolgt das Ziel, Personen bei ihrer beruflichen Weiterbildung zu unterstützen. Das Aufstiegs-BAföG erhalten all diejenigen, die sich in Teil- oder Vollzeit in Lehrgängen oder an einer Fachschule auf eine berufliche Fortbildungsprüfung vorbereiten. Das Einkommen und Vermögen sowie das Alter spielen für die Vergabe keine Rolle.

Die berufliche Weiterbildung wird ab 1. August mit 50 Prozent statt bisher 40 Prozent bezuschusst. Gefördert werden unter anderem Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie Materialkosten für ein Meisterstück. Hinzu kommt, dass Prüflingen beim Bestehen der Prüfung die Hälfte ihres Darlehens erlassen wird. Das Aufstiegs-Bafög richtet sich insgesamt an 700 Fortbildungsabschlüsse, unter anderem an Meister, Fachwirte oder Erzieher.

Bankkaufleute & Co.: Ausbildungsberufe werden neu geordnet

Auszubildende der Evangelischen Bank in einem Workshop

Auf Grund der fortschreitenden Digitalisierung in vielen Berufszweigen werden vereinzelte Ausbildungen ab dem 1. August neu geordnet. Dies betrifft unter anderem Bankkaufleute, IT-Berufe sowie Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement. Ziel der Änderungen ist es, das jeweilige Berufsfeld zu modernisieren und an aktuelle Entwicklungen anzupassen.

Bei der Ausbildung zum Bankkaufmann/-frau wird der Fokus beispielsweise auf eine Verstärkung der Kundenorientierung über digitale Kanäle, methodische Kompetenzen des Projektmanagements und das prozessorientierte Arbeiten gelegt. Zudem wird es eine gestreckte Abschlussprüfung geben, welche die Zwischenprüfung ersetzt.

Anmeldefrist für den European Green Cities Award verlängert

Junge Leute erarbeiten gemeinsam etwas an einem Tisch. Im Vordergrund ist ein leuchtende Glühbirne im Fokus.

Der European Green Cities Award ist eine im Rahmen des EU-Programms „Grüne Städte für ein nachhaltiges Europa“ neu eingeführte Auszeichnung. Gekürt werden innovative Projekte, die Städte grüner und nachhaltiger machen und somit einen Mehrwert für die Bewohner sowie die Umwelt schaffen. Projekte können zum Beispiel neue Stadtparks oder die Begrünung von Fassaden sein.

Die Bewerbungsfrist für die Teilnahme, welche eine Wirkung zum Nachahmen erzeugen soll, wurde nun um einen Monat bis zum 31. August verlängert. Die Verleihung des European Green Cities Award für die europaweiten Projekte findet am 2. Dezember im niederländischen Utrecht statt.

Pflege: Personaluntergrenzen teilweise reaktiviert

Ein Krankenhaus-Flur mit Pflegern und Ärzten

In der bisherigen Hochphase der Corona-Krise waren die Pflegepersonaluntergrenzen vorübergehend ausgesetzt worden. Das Ziel war es, Krankenhäusern dadurch zu mehr Flexibilität bei Personalengpässen zu verhelfen. Andererseits mussten Pflegekräfte mehr Patienten versorgen als zuvor und unterlagen kürzeren Quarantäne-Bestimmungen.

Das Bundesgesundheitsministerium hat nun beschlossen, die Pflegepersonaluntergrenzen ab August zumindest teilweise zu reaktivieren. Betroffen von der Wiedereinführung sind die Bereiche Geriatrie sowie die Intensivmedizin.


Juli 2020

Erhöhung der Mindestlöhne in der Altenpflege

Eine Pflegern hilft einer Altenheim-Bewohnerin beim Anziehen

In der Altenpflege gelten ab 1. Juli neue Mindestlöhne. So steigt der Mindestlohn für Pflegehilfskräfte im Westen Deutschlands von 11,35 Euro auf 11,60 Euro pro Stunde, während Hilfskräfte im Osten von nun an 11,20 Euro erhalten. Insgesamt sind bis April 2022 drei weitere Anhebungen des Mindestlohns geplant. Die lange geforderte Ost-West-Angleichung wird bereits im September 2021 stattfinden. Pflegefachkräfte erhalten von nun an - ohne regionale Unterschiede - einen Stundenlohn von mindestens 15 Euro sowie fünf Tage zusätzlichen Urlaub.

Prämien zur Sicherung von Ausbildungsplätzen

Auszubildende lernen, eine Maschine zu benutzen

Auf Grund der Corona-Krise sehen sich viele Ausbildungsbetriebe gezwungen, die Ausbildung ganz oder teilweise auszusetzen. Mit dem Programm „Ausbildungsplätze sichern“ will die Bundesregierung dies vermeiden. Daher werden im Rahmen des beschlossenen Konjunkturpakets 500 Millionen Euro für die Unterstützung von Betrieben mit bis zu 249 Beschäftigten bereitgestellt. Unternehmen sollen beispielsweise für jeden 2020/21 neu geschlossenen Ausbildungsvertrag 2.000 Euro als Prämie erhalten. Betriebe, die ihr Angebot an Ausbildungsplätzen aufstocken, dürfen für jeden Vertrag gar mit einer Prämie von 3.000 Euro rechnen. KMU, die Auszubildende übernehmen und ihnen somit eine Fortführung gewährleisten, werden mit Prämien von 1.500 Euro beziehungsweise 3.000 Euro unterstützt.

Juni 2020

Familienbonus & Co.: Entscheidung über Konjunkturpaket im Juni

Eine Familie mit 3 Kindern läuft über ein Feld

Um die Wirtschaft voranzutreiben, entscheidet die Bundesregierung Anfang Juni über ein Konjunkturpaket in Höhe von 50 bis 100 Milliarden Euro. Das Ziel des Pakets ist es unter anderem, Familien mit niedrigem Einkommen in Form eines Familienbonus in Höhe von 300 Euro pro Kind zu unterstützen. Auch kleinen und mittelständischen Unternehmen mit erheblichen Umsatzeinbrüchen soll geholfen werden – ebenso wie Städten und Gemeinden, deren finanzielle Lage sich auf Grund fehlender Gewerbesteuereinnahmen in den vergangenen Wochen drastisch verschlechtert hat.

Vermehrte Tests auf SARS-CoV-2 für Kitas, Schulen und die Pflege

Eine Speichelprobe wird per Abstrich entnommen

In einem Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums wurde festgehalten, in Zukunft mehr PCR-Tests durchführen zu wollen. Neben Angestellten in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sollen vor allem Schüler, Kleinkinder in Kitas, Erzieher und Lehrer davon profitieren. Auch Kontaktpersonen, die über die für Mitte Juni geplante Tracing-App ausfindig gemacht werden können, sollen schnelleren Zugang zu Tests bekommen. Geplant ist, die Kosten für zusätzliche Tests aus dem Gesundheitsfonds zu finanzieren und von Kassenärztlichen Vereinigungen erstatten zu lassen.

Nachhaltigkeit in Hessen: Mehr Geld und mehr Personal für Radwege

Zwei Radfahrer

Radfahren erfreut sich an immer größerer Beliebtheit und genießt den großen Vorteil besonders klima- und umweltfreundlich zu sein. Daher investierte das Land Hessen zwischen 2014 und 2019 bereits 111 Millionen Euro für den Bau von Radwegen sowie für die Förderung der Nahmobilität. Bis 2024 sollen nun weitere 244 Millionen für die Verbesserung des Fuß- und Radverkehrs in Hessen folgen. Da die Umsetzung von Radwegen größtenteils bei den Kommunen liegt, werden diese vom Verkehrsministerium mit der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen fachlich unterstützt und beraten.  


Mai 2020

Höhere Mindestlöhne in der Alten- und ambulanten Krankenpflege

Eine Altenpflegerin wendet sich liebevoll einer Bewohnerin im Rollstuhl zu

In verschiedenen Stufen werden seit Anfang des Monats die Mindestlöhne in der Altenpflege sowie der ambulanten Krankenpflege erhöht. Für Pflegefachkräfte wird der Mindestlohn bis zum 1. April 2022 in vier Schritten auf 12,55 Euro pro Stunde ansteigen. Qualifizierte Pflegehilfskräfte dürfen sich hingegen auf eine Erhöhung auf 13,20 Euro freuen, während Pflegefachkräfte mit einer dreijährigen Ausbildung ab dem 1. April 2022 pro Stunde 15,40 Euro erhalten werden. Für Beschäftigte, die pro Woche fünf Tage tätig sind, erhöht sich zudem der Anspruch auf Urlaub auf jeweils sechs zusätzliche Tage in den Jahren 2021 und 2022.

Öffentliche Gottesdienste unter Auflagen wieder erlaubt

Eine Frau steht blickt auf den Altar in einer Kirche

Auf Grund weiterer Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen sowie des Grundrechts auf Religionsfreiheit sind Gottesdienste ab dem 4. Mai wieder zugänglich. Je nach Bundesland gibt es verschiedene Auflagen. Bestimmte Hygienestandards müssen beim Besuch der Gottesdienste eingehalten werden. Diese beziehen sich in der Regel auf die Abstandsregelungen, das Tragen von Masken sowie die Begrenzung der Teilnehmerzahl.

Corona-Krise: Kurzarbeitergeld wird in zwei Stufen erhöht

Eine Frau arbeitet an einem Laptop

Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise für Arbeitnehmer zu mildern, hat die Bundesregierung bis zum Ende des Jahres eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes festgesetzt. Je nach Länge der Pause soll das Kurzarbeitergeld ab dem 4. und 7. Monat in zwei Stufen auf bis zu 80 Prozent des Lohnausfalls steigen. Für Familien erfolgt die Erhöhung auf bis zu 87 Prozent. Für Personen, deren Arbeitslosengeld I bis Ende des Jahres ausläuft, wird die Zahlung zudem um drei Monate verlängert.


April 2020

Corona: Unsere Übersicht mit tollen Projekten im Internet

Hilfe und Unterstützung

In Krisenzeiten hat das Füreinander oberste Priorität. Daher gibt es im Internet bereits zahlreiche tolle Projekte, bei denen Ihnen nicht nur geholfen wird oder Sie selbst mit anpacken können, Sie erhalten zudem hilfreiche Tipps für die Zeit zu Hause. Auf der folgenden Seite, die wir regelmäßig anpassen, haben wir Ihnen ein paar besonders kreative Projekte aufgelistet: Hilfe und Unterstützung

Leichterer Zugang zum Kinderzuschlag für Eltern mit Verdienstausfällen

Zugang zum Kinderzuschlag für Eltern mit Verdienstausfällen

Die Bundesregierung erleichtert Familien, die auf Grund der Corona-Krise unter Einkommenseinbußen leiden, den Zugang zum Kinderzuschlag. Beim Kinderzuschlag handelt es sich um eine finanzielle Unterstützung für erwerbstätige Eltern, deren Lohn kaum oder gar nicht zum Lebensunterhalt ausreicht. Der Betrag bemisst sich auf monatlich bis zu 185 Euro pro Kind. Zudem sind beim Kinderzuschlag auch Leistungen für Bildung und Teilhabe, zum Beispiel Zuschüsse für Schulbedarf, inbegriffen. Seit dem 1. April ist an Stelle der letzten sechs Monate des Durchschnittseinkommens lediglich das Einkommen des letzten Monats maßgebend. Diese Erleichterung hat vorerst bis Ende September Bestand.

Besserer Kündigungsschutz für Mieter

Besserer Kündigungsschutz für Mieter

Seit dem 1. April dürfen Vermieter das Mietverhältnis sowohl bei Wohn- als auch Gewerberaummietverträgen auf Grund von Mietschulden nicht kündigen. Voraussetzung für den erweiterten Kündigungsschutz ist, dass die Mietschulden auf Grund der Auswirkungen der Corona-Krise entstanden sind. Die Regelung gilt vorerst bis zum 30. Juni 2020. Sie bezieht sich nicht auf die Fälligkeit der Miete, die weiterhin fristgerecht gezahlt werden soll.


März 2020

Geringere Hürden für Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Eine Fachkraft aus einem Nicht-EU-Land fängt seinen neuen Job an

In diesem Monat ist das Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) in Kraft getreten, das sowohl Arbeitgebern als auch Fachkräften aus Nicht-EU-Ländern zugutekommt. Das bedeutet: Liegen ein Jobangebot und eine anerkannte Berufsqualifikation vor, können Fachkräfte in ihren erlernten sowie in verwandten Berufen tätig werden. Vorteile des FEG sind unter anderem auch, dass ausländische Qualifikationen schneller anerkannt werden, durch ein besonderes Visum bis zu sechs Monate Zeit für die Arbeitsplatzsuche zur Verfügung steht und dass es keine Beschränkung mehr auf Mangelberufe gibt.

Kinderbetreuung in Kitas und Schulen nur noch bei vorliegender Masern-Impfung

Ein junges Mädchen wird von einer Ärztin geimpft

Eine neue Impf-Regelung besagt, dass Kitas und Schulen seit diesem Monat sicherstellen müssen, dass ihre betreuten Kinder und Jugendlichen gegen Masern geimpft sind. Dies betrifft auch alle Mitarbeiter der jeweiligen Einrichtungen. Kindergärten dürfen durch diese Regelung beispielsweise ungeimpfte Kinder ablehnen, was bisher nicht der Fall war. Bei Schulen ist dies nicht so einfach möglich. Generell muss auch noch geklärt werden, wie die Überprüfung der Masern-Impfung ablaufen soll.

EZB startet offenen Dialog mit Bürgern

Das Gebäude der Europäischen Zentralbank in Frankfurt

Unter dem Motto „Das Euro-System hört zu“ sucht die Europäische Zentralbank (EZB) ab diesem Monat den Dialog mit Bürgern und lädt zu Diskussionsveranstaltungen ein. Ziel soll es sein, verschiedene Diskussionen zu führen, um die geldpolitische Strategie der EZB zu überprüfen. Inhalte der Gespräche sollen neben den Instrumenten der Geldpolitik auch die allgemeine Kommunikation und das Inflationsziel der EZB sein. Die erste Veranstaltung unter der Leitung von EZB-Präsidentin Christine Lagarde findet am 26. März in Brüssel statt. Weitere Diskussionsrunden folgen.


Februar 2020

Brexit offiziell erfolgt: Übergangszeit ohne große Änderungen

Ein Bild von London, auf dem die britische und die europäische flagge liegt

Der Brexit ist offiziell und Großbritannien damit seit dem 1. Februar kein Mitglied der EU mehr. 73 Abgeordnete verlieren ihr Mandat und Großbritannien damit das Mitspracherecht in der EU. Bisherige EU-Programme laufen vorerst jedoch weiter.

Die Übergangszeit, die mit dem 31. Dezember 2020 endet, hat vorerst keine besonderen Auswirkungen auf Unternehmen, Investoren, Bürger, Studierende und Forscher. In Bezug auf das Reisen, die Roaming-Gebühren, das Studieren mit EU-Stipendien und einiges mehr, ändert sich bis zum Jahresende ebenfalls nichts.

Regelungen, wie es nach der Übergangszeit ab dem 1. Januar 2021 weitergeht, wurden bisher noch nicht beschlossen.

Erhöhung des Mindestlohns für Pflegekräfte in vier Schritten

Eine Pflegefachkraft hilft einer Bewohnerin beim Anziehen

Auf Grund des großen Bedarfs an Pflegekräften in Deutschland, wird laut einer Einigung der Pflegekommission vom 28. Januar der Mindestlohn erhöht. So soll der Mindestlohn für Pflegehilfskräfte bis zum 1. April 2022 in vier Schritten auf 12,55 Euro angehoben werden. Für Pflegefachkräfte soll bis zum 1. April 2022 eine Erhöhung auf 15,40 Euro erfolgen.

Ab dem 1. September 2021 werden für Pflegehilfskräfte zudem einheitliche Mindestlöhne im Osten und Westen eingeführt. Bei den Pflegefachkräften erfolgt die Ost-West-Angleichung zum 1. Juli 2021. 

Datenschutz bei Krankenkassen: Keine Auskünfte per Fax

Ein Sachbearbeiter bedient ein Fax-Gerät

Ab dem 5. Februar werden keine Auskünfte von Krankenkassen mehr zu Versicherten per Fax erfolgen. Dies geht mit dem Ende einer Richtlinie des GKV-Spitzenverbandes einher, die sich auf den Schutz von Sozialdaten bezieht.

Zu den Sozialdaten zählen unter anderem Nachweise der Mitgliedschaft, Anfragen zu Abrechnungsscheinen sowie weitere personenbezogene Daten der Versicherten. Sozialdaten können künftig ausschließlich persönlich, telefonisch oder postalisch übermittelt werden.


Januar 2020

Neuer Mindestlohn in der Pflege

Eine Pflegern hilft einer Altenheim-Bewohnerin beim Anziehen

Zum Jahreswechsel steigt der Mindestlohn in der Altenpflge. In den alten Bundesländern liegt die für ungelernte Hilfskräfte geltende Untergrenze damit bei 11,35 Euro, in den alten Bundesländern bei 10,85 Euro. Auch ein Mindestlohn für Pflegefachkräfte wird diskutiert. Ob dieser kommt, oder ob ein Flächentarifvertrag verhandelt werden kann, steht noch nicht fest.

Der branchenübergreifende gesetzliche Mindestlohn steigt derweil von 9,19 auf 9,35 Euro. Für Auszubildende gilt nun eine Lohnuntergrenze von 515 Euro im ersten Lehrjahr – in den Folgejahren steigt dieser Satz schrittweise auf 620 Euro.  
 

Hochschulstudium für Hebammen

Eine Hebamme macht untersucht eine Schwangere

Große Veränderung für Geburtshelfer: Ab sofort erfolgt die Hebammen-Ausbildung in Form eines Hochschulstudiums. Bisher lernten die Auszubildenden Theorie und Praxis in an Krankenhäuser angegliederten Hebammenschulen. Nun ist ein drei- bis vierjähriges Bachelor-Studium Voraussetzung für den Beruf. Das Studium soll durch einen hohen Praxisanteil strukturiert werden.

Landarztquote in Bayern

Eine Straße in der Königsberger Altstadt

In Bayern wird zum Jahreswechsel eine Landarztquote eingeführt. Demnach werden ab dem Wintersemester 20/21 knapp 6 Prozent aller Medizin-Studienplätze für Studenten reserviert, die sich nach ihrem Studium als Hausärzte im ländlichen Raum ansiedeln möchten. Mit der neuen Regelung begegnet der Freistaat der schlechter werdenden medizinischen Versorgung außerhalb der Städte.

In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits eine Quote an Hochschulen für künftige Landärzte, in anderen Bundesländern werden entsprechende Gesetze noch diskutiert. In Rheinland-Pfalz wurde ein vergleichbares Gesetz beschlossen.


Dezember 2019

Thüringen: Neue Regelung für Inklusion und Gleichstellung

Menschen mit Behinderung und nicht-behinderte Menschen stehen zusammen im Kreis

Der Gesetzesentwurf zur Inklusion und Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen war bereits seit Ende Februar in der Diskussion im Thüringer Landtag. Nun tritt es endlich in Kraft. Das Gesetz schafft vor allem Erleichterungen bei der öffentlichen Verwaltung.

In Zukunft müssen entsprechende Einrichtungen einfacher Sprache mit Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen kommunizieren, dazu zählt auch das zur Verfügung stellen von Bescheide und Vordrucke in leicht verständlicher Art und Weise. In der Aus- und Weiterbildung soll das Thema Inklusion besondere Berücksichtigung finden. Insgesamt wird das Ziel verfolgt, Hemmschwellen abzubauen und die Selbstständigkeit von behinderten Menschen zu fördern.

Mehr Förderung für Kintertagesstätten

Drei Kinder basteln mit einer Erzieheren in einer KITA

Kindergärten in Hessen dürfen sich bald über mehr als 1 Milliarde Euro freuen, die durch das Gute-Kita-Gesetz des Bundes sowie durch das hessische Programm "Starke Heimat" investiert werden. Das Gesetz sieht eine Unterstützung der Bundesländer von insgesamt 5,5 Milliarden Euro vor. Diese können selber Investitionsschwerpunkte festlegen.

Das Gute-Kita-Gesetz verpflichtet allerdings, allen bundesweiten Geringverdienern die Kita-Gebühren zu erlassen. Landessozialminister Kai Klose, welcher zusammen mit Bundesfamilienministerin Franziska Giffey die Vereinbarung unterzeichnete, teilte mit, dass der Anteil in Höhe von 412 Millionen Euro in Hessen vollständig  in den Personalausbau investiert werden solle.


November 2019

Neue Spitze der Europäischen Zentralbank

Das Gebäude der Europäischen Zentralbank

Ab November führt Christine Lagarde (63) die Geschäfte der Europäischen Zentralbank (EZB). Damit löst sie als erste Frau in diesem Amt den Posten vom bisherigen EZB-Chef Mario Draghi ab, welcher im März 2016 den Leitzins für die Euro-Zone erstmals auf null Prozent gesenkt hat. Dort ist er seitdem geblieben. Lagarde steht nun vor der Herausforderung, die Zinspolitik zu normalisieren.

Während Immobilienkäufer seither von günstigen Krediten profitieren, gehen Sparer leer aus. Experten bezweifeln, dass sich der EZB-Kurs unter Christine Lagarde in absehbarer Zeit ändern wird.  

Gesetz in Kraft getreteten: Qualitätsprüfung in der Pflege

Eine Pflegerin kümmert sich liebevoll um eine Pflegeheimbewohnerin

Am 1. Oktober haben wir bereits über den neuen Pflege-TÜV informiert, der die Suche nach Pflegeheimen erleichtern soll. Zum 1. November treten die neuen Richtlinien zur Qualitätsprüfung in der vollstationären Pflege in Kraft.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf dieser Seite in unserem Artikel vom verganenen Monat.

Weltweiter Klimastreik angekündigt

Ein Demonstrantin hält ein Schild mit der Aufschrift "Fridays for Future"

Vor knapp zwei Monaten sind in Deutschland rund 1,4 Millionen Menschen für eine strengere Umweltpolitik und die Zukunft der Erde auf die Straße gegangen. Die nächste Protestaktion folgt diesen Monat: Am 29. November ruft Greta Thunberg (16) mit den Klimaaktivisten von Fridays for Future unter dem Hashtag #NeustartKlima zum 4. globalen Klimastreik anlässlich der Weltklimakonferenz in Chile auf.

Auslöser für diese riesige Bewegung war der 20. August 2018. An dem Tag begann Greta Thunbergs „Skolstrejk för klimatet“ (deutsch: Schulstreik fürs Klima) vor dem schwedischen Reichstagsgebäude in Stockholm. Anlässlich der Parlamentswahlen am 09. September gab sie bekannt, dass sie Freitags nicht mehr zur Schule gehen würde, bis die Klimapolitik Schwedens den Grundsätzen des Pariser Klimaabkommens entspreche.


Oktober 2019

Neuer Pflege-TÜV erleichtert die Suche nach Pflegeheimen

Eine Pflegerin kümmert sich liebevoll um eine Pflegeheimbewohnerin

Ab Oktober wird in Deutschland ein neues, dreiteiliges Verfahren für die Qualitätsprüfung in den 13.000 stationären Pflegeeinrichtungen eingesetzt. Dieses Verfahren soll es Pflegebedürftigen und deren Angehörigen erleichtern, ein passendes Pflegeheim zu finden. Ab 1. November treten die neuen Richtlinien in Kraft.   

Das System der internen Qualitätssicherung, der externen Qualitätsprüfung und der Qualitätsdarstellung wird dabei grundlegend neu gestaltet.Durch den neu eingeführten Indikatorenansatz müssen die Einrichtungen alle 6 Monate Informationen zu ihren Versorgungsergebnissen sammeln. Anschließend werden die Daten durch die Datenauswertungsstelle (DAS) analysiert. Dadurch erhält der Verbraucher Qualitätskennzahlen, mit denen er verschiedene Einrichtungen vergleichen kann. Ausgewertet werden die Bereiche Förderung der Selbstständigkeit, Schutz vor gesundheitlicher Schädigung und Unterstützung in unterschiedlichen Lebenslagen.

Darüber hinaus gibt es noch eine externe Qualitätsprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Hier stehen besonders Qualitätsaspekte im Fokus. Von einem Defizit in der Qualität spricht man dann, wenn für den Bewohner ein Risiko negativer Folgen entsteht. Den dritten Teil der neuen Qualitätsprüfung macht der Transparenzbericht aus. Hierbei werden neben dem Standardbericht auch noch ein webbasiertes Infodokument und ein individuell gestaltbares Dokument veröffentlicht. Diese sollen dem Verbraucher einen besseren Überblick geben. Fazit: Der Verbraucher soll durch das neue System mehr Transparenz gewinnen und Defizite in der Versorgungsqualität einfacher erkennen können.


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