Neue gesetzliche Rahmenbedingungen für Zahlungsdienste

Am 14. September 2019 treten neue gesetzliche Rahmenbedingungen für die Erbringung von Zahlungsdiensten in Kraft.  

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu diesem Thema finden Sie hier:

Warum haben sich die Sonderbedingungen geändert?

Im Zuge der Einführung der Echtzeit-Überweisung und der Umsetzung der Zweiten EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD 2) war eine Anpassung der Sonderbedingungen notwendig.

In den Sonderbedingungen wurde unter anderem die Regelung zur 2-Faktor-Authentifizierung von Überweisungen neu aufgenommen.

Muss ich jetzt tätig werden?

Nein, wenn Sie mit den Änderungen in den Sonderbedingungen einverstanden sind, ist keine Aktivität erforderlich.

Was passiert, wenn ich widerspreche?

Die Sonderbedingungen bilden die vertragliche Grundlage zum Online-Banking zwischen der Evangelischen Bank und Ihnen. Widersprechen Sie diesen, führt dies zu rechtlichen Unsicherheiten bei der zukünftigen Nutzung des Online-Bankings, d. h. die Evangelische Bank muss das Online-Banking beim widersprechenden Kunden kündigen.

Aufgrund der Neuerungen bzw. Änderungen der PSD 2 werden alle Banken verpflichtet, ihre Sonderbedingungen zum Online-Banking auf den neuesten Standard zu ändern. Die rechtlichen Anforderungen werden sich in den Sonderbedingungen aller Bankengruppen wiederfinden.

Warum erhalte ich mehrere Anschreiben?

Die neuen Sonderbedingungen sind kundenweise (Stammsatz) zu vereinbaren. Zur rechtsverbindlichen Vereinbarung neuer Sonderbedingungen für alle Konten ist es erforderlich, pro Stammsatz ein Anschreiben zu versenden. Aus technischen und organisatorischen Gründen konnte eine Zusammenfassung zu einem Anschreiben nicht erfolgen.

Warum erhalte ich überhaupt diese ganzen Änderungen (so viel Papier)?

Die Evangelische Bank eG ist gesetzlich verpflichtet (§ 675 g BGB iVm 1 (2) AGB), Änderungen den betroffenen Kunden schriftlich mitzuteilen, um diese rechtsverbindlich zu vereinbaren. Da die Änderungen in den Sonderbedingungen zu umfangreich für einen anderen Informationsweg sind, stellen wir Ihnen alle Unterlagen schriftlich bzw. per elektronischem Postfach zur Verfügung. So können Sie sich einen detaillierten Überblick über die Neuerungen/Änderungen verschaffen.

Warum wird so früh schon über die Änderungen informiert?

Damit Sie ausreichend Zeit haben, sich mit den Änderungen auseinanderzusetzen, gibt es eine zweimonatige Widerspruchsfrist.

Warum haben mein Partner bzw. mein/-e Kind/-er weniger/mehr Unterlagen erhalten?

Um Sie bedarfsgerecht zu informieren, wurden verschiedene Versandpakete erstellt.

Der Inhalt der Versandunterlagen richtet sich nach dem Online-Zugangsweg. Wenn Sie als  Kunde z. B. FinTS nutzen, haben Sie die Unterlagen zur Echtzeitüberweisung bereits erhalten. Sie erhalten in Ihrem Versandpaket dann lediglich die Unterlagen zur Vereinbarung der neuen Sonderbedingungen zur Nutzung des Online-Banking. Auch als Kwitt-Nutzer oder DFÜ-Kunde erhalten Sie verschiedene Versandunterlagen.

Muss ich an den digitalen Zahlungsmöglichkeiten teilnehmen?

Nein. Jeder Kunde bestimmt selbst, welche digitalen Zahlungsmöglichkeiten er nutzen möchte. Dies kann Online-Banking sein, aber auch die Bezahlmöglichkeiten mit einem Smartphone (z. B. das kontaktlose Bezahlen mit der digitalen girocard).

Was wird sich im Online-Banking ändern?

Künftig wird aufgrund der Umsetzung der 2-Faktor-Authentifizierung der Kunden der Evangelischen Bank bereits bei der Anmeldung zum Online-Banking neben der Eingabe der PIN von Zeit zu Zeit ein zweiter Faktor, die Transaktionsnummer (TAN), verlangt.  

Darüber hinaus gibt es folgende Änderungen:

  • Der Finanzmanager im Online-Banking steht nur noch im Online-Banking über unsere Internetseite zur Verfügung.
  • Bei der Anzeige von Kontoumsätzen über 90 Tage ist die Eingabe einer TAN erforderlich.
  • Bei Online-Überweisungen unter 30 Euro ist keine TAN-Eingabe notwendig.
  • Gleiches gilt für interne Umbuchungen von einem Konto auf ein anderes Konto bei der Evangelischen Bank.
  • Zudem gibt es im Online-Banking die Möglichkeit zur Verwaltung der freigegebenen Schnittstellen zu dritten Zahlungsdienstleistern.
Wieso muss ich im Online-Banking beim Aufrufen meiner Umsätze eine TAN eingeben?

Es ist vom Gesetzgeber vorgesehen, eine Umsatzabfrage für einen Zeitraum, der mehr als 91 Tage zurückliegt, mit einer starken Kundenauthentifizierung zu bestätigen. Um diese wiederholte TAN-Eingabe zu vermeiden, können Sie Ihre Voreinstellungen zum Umsatzabruf auf z. B. 4 Wochen umstellen. Somit bleiben Sie unter der gesetzlichen Vorgabe von 90 Tagen und können sich die erneute TAN-Eingabe sparen.

Können nun Dritte unkontrolliert auf mein Konten zugreifen?

Nein. Damit dritte Zahlungsdienstleister auf Ihr Konto zugreifen dürfen, müssen Sie explizit zustimmen.

Welche Funktionen können Dritte über den Zugriff auf mein Konto nutzen?
  • Salden- und Umsatzabfrage
  • Einzelüberweisung
  • Echtzeitüberweisung
  • Sammelüberweisung
  • Dauerauftragseinreichung
  • Terminierte Zahlungen
  • Bestätigung eines Saldos
Dürfen mir Transaktionen über die Schnittstelle in Rechnung gestellt werden?
    Leistungen dürfen Ihnen auf der Drittanbieterschnittstelle nur in Rechnung gestellt werden, wenn sie analog auch auf allen anderen Online-Kanälen in Rechnung gestellt werden.
    PSD2 legt fest, dass der Dritte Zahlungsdienstleister nicht gegenüber dem Angebot der Bank diskriminiert werden darf.
Kann ich die über die Dritten Zahlungsdienstleister durchgeführten Transaktionen nachvollziehen und steuern?

Im Online-Banking steht Ihnen eine Zugriffsverwaltung für alle Transaktionen der Dritten Zahlungsdienstleister sowie der gewährten Zugriffe zur Verfügung.
Hier können Sie u. a. auch Zugriffsrechte für Kontoinformationsdienste einsehen und löschen sowie Zahlungsinstrumente für Saldenbestätigungsdienste verwalten.

Was ändert sich für mich in der EB-Banking App?

Zukünftig erfolgt eine Gerätebindung über eine eindeutige Verknüpfung der EB-Banking App mit dem VR-Netkey. So erübrigt sich die TAN-Eingabe beim Login in die App, da durch die Gerätebindung bereits der zweite Faktor "Besitz" zur starken Kundenauthentifizierung erfüllt ist.

Habe ich bereits eine Gerätebindung der EB-Banking App?

Wenn von Ihnen bereits die Anwendungen Kwitt und/oder VR-mobileCash genutzt wird, haben Sie bereits die Gerätebindung durchgeführt und müssen nichts mehr tun.

Wie wird die Gerätebindung der EB-Banking App hergestellt?

Mit dem Update auf Version 19.15 sehen Sie nach dem Login in der App einen entsprechenden Hinweis. Hier kann dann die Gerätebindung direkt durchgeführt werden. Alternativ können Sie den Prozess über die App-Einstellungen unter "Gerät registrieren" starten. Bitte beachten Sie, dass zur Herstellung der Gerätebindung eine TAN benötigt wird.

Was passiert mit der Gerätebindung, wenn ich ein neues Smartphone habe?

In diesem Fall müssen Sie die Gerätebindung erneut herstellen. Aktuell ist ein Gerätewechsel mit Datenübernahme nicht möglich.

Wie kann ich die Gerätebindung wieder auflösen?

In den Einstellungen der App gibt es dafür den Menüpunkt "Funktionen zurücksetzen".

Wann kommt das Update für die EB-Banking App und was passiert, wenn ich bis zum 11.09.2019 die Aktualisierung nicht durchführe?

Die neue App-Version ist voraussichtlich ab Ende August verfügbar. Wenn Sie die Aktualisierung nicht rechtzeitig durchführen, wird es ein Zwangsupdate in zwei Schritten geben:

  • Schritt 1: Kunden mit einer älteren App-Version erhalten einen Hinweis auf die neue Version
  • Schritt 2: Nach einer kurzen Übergangsphase werden ältere Versionen ab einem bestimmten Datum nicht mehr funktionieren bis das Update durchgeführt wurde