Das war der LebensWert-Treff vom 12./13. September 2022 in Berlin

Nachhaltigkeit ganzheitlich denken – Anforderungen und Chancen für Kirche, Sozial- und Gesundheitswirtschaft

Nachhaltiges Wirtschaften ist eine Chance für jedes Unternehmen in Kirche, Gesundheits- und Sozialwirtschaft. Zugleich ist es aber auch eine Aufgabe, die nur selten allein gelingt: Es braucht gemeinsames „Anpacken“ und Gestalten für eine nachhaltig lebenswerte Gesellschaft, in der ökonomische, ökologische und soziale Ziele im Einklang stehen.

Für eine nachhaltig lebenswerte Gesellschaft

LebensWert-Treff

Gemeinsam mit Entscheider:innen aus der Kirche, Gesundheits- und Sozialwirtschaft und Institutionellen Investoren wollen wir auf dem nächsten LebensWert-Treff der Evangelischen Bank diskutieren, wie nachhaltiges Wirtschaften in diesen Branchen in Zukunft aussehen kann.

Im Gespräch mit Expert:innen lernen wir miteinander und voneinander und gewinnen Einblicke, wie Aufgaben zu Chancen werden und welche Lösungsansätze es im beruflichen Alltag gibt. Neben Impulsvorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops wird es auch viel Raum für den fachlichen Austausch geben.

„Nachhaltiges Wirtschaften ist eine Aufgabe, die nur selten allein gelingt: Es braucht gemeinsames Anpacken und Gestalten für eine nachhaltig lebenswerte Gesellschaft, in der ökonomische, ökologische und soziale Ziele im Einklang stehen.“

Portrait von Thomas Katzenmayer, Vorsitzender des Vorstands der EB
Thomas Katzenmayer, Vorsitzender des Vorstands

Keynote Speaker & Impulsgeber:innen

Antje Schneeweiß

Antje Schneeweiß

Nach dem Magisterabschluss in Philosophie und Englisch arbeitete Antje Schneeweiß zunächst für nachhaltige Vermögensverwaltungen, bis sie 1996 den Themenbereich „sozial verantwortliche Geldanlagen“ bei dem Institut SÜDWIND übernahm. Seit Ende 2020 arbeitet sie als Geschäftsführerin des Arbeitskreises kirchlicher Investoren der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Sie publizierte unter anderem das „Kursbuch Ethische Geldanlagen“ beim Fischer Taschenbuchverlag sowie Studien zu Rohstoffinvestitionen, Mikrokrediten, der Wirkung nachhaltiger Investitionen, Green Bonds und einer sozialen Taxonomie. Sie ist Mitglied des Sustainable Finance Beirats der Bundesregierung und Berichterstatterin für die soziale Taxonomie auf der Plattform für nachhaltige Investitionen der EU-Kommission.


Katharina Beck

Katharina Beck ist seit 2021 Bundestagsabgeordnete für Hamburg und finanzpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN. Vor ihrem Einzug in den Bundestag hat Katharina Beck als Unternehmensberaterin für Nachhaltigkeit mit DAX-Konzernen und deren Vorständ:innen und als Aufsichtsrätin in einem Bildungs-Fin-Tech gearbeitet.

Katharina Becks größtes Anliegen ist es, die Rahmenbedingungen so anzupassen, dass sich soziales Wirtschaften innerhalb der planetaren Grenzen endlich lohnt. Bisher sind die Anreize im System dafür noch oft hinderlich – das will sie verändern. Neben ihrem Mandat engagiert sie sich auch als Mitglied des Verwaltungsrats der KfW und im Kuratorium der Stiftung Verantwortungseigentum – für die Finanzierung der nachhaltigen Transformation und für neue Unternehmensformen.


Wilhelm Schmid

Prof. Dr. Wilhelm Schmid

Wilhelm Schmid holte nach einer Lehre als Schriftsetzer und vier Jahren bei der Bundeswehr das Abitur nach. 1980 begann er ein Studium der Philosophie und Geschichte an der Freien Universität Berlin, der Pariser Sorbonne und der Universität Tübingen, das er 1991 mit einer Doktorarbeit über Michel Foucault abschloss.

Schmid übernahm Lehraufträge an der Universität Leipzig, der Technischen Universität Berlin, der Pädagogischen Hochschule Erfurt und der Universität Jena. 2004 erfolgte die Ernennung zum außerplanmäßigen Professor an der Universität Erfurt, wo er bis zur Altersgrenze unterrichtete. Sein Schwerpunkt ist die Lebenskunstphilosophie. In diesem Rahmen setzt er sich mit der menschlichen Suche nach Sinn und verschiedenen Themen wie Glück und Unglücklichsein, Liebe, Gelassenheit auseinander.


Prof. Marcel Fratzscher

Marcel Fratzscher ist Wissenschaftler, Autor und Kolumnist zu wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Themen, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Professor für Makroökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist u.a. Mitglied des High-level Advisory Board der Vereinten Nationen zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs), Mitglied des Beirats des Bundeswirtschaftsministeriums und Mitglied des Kuratoriums der Hertie School of Governance.

Seine inhaltliche Arbeit fokussiert sich auf Themen der Makroökonomie und Finanzmärkte, der Ungleichheit, der Globalisierung und Integration Europas. Er ist Kolumnist bei Zeit Online und veröffentlicht regelmäßig Kommentare in deutschen und internationalen Medien wie der Financial Times und Project Syndicate.

Marcel Fratzscher

Prof. Dr. Edgar Franke

Prof. Dr. Edgar Franke

Edgar Franke studierte Politik- und Rechtswissenschaft. Nach kurzer Tätigkeit in einer Rechtsanwaltskanzlei arbeitete er beim Bundesverband der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand. Er war dort zunächst Fachgruppenleiter „Öffentliches Recht“ und später Rektor und Professor an der Hochschule der Gesetzlichen Unfallversicherung in Bad Hersfeld.

Von September 1999 bis zur Bundestagswahl 2009 war Edgar Franke direkt gewählter Bürgermeister der Stadt Gudensberg. Seit 2009 ist er als Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Schwalm-Eder/Frankenberg tätig. Von 2014 bis 2017 war Edgar Franke Vorsitzender des Gesundheitsausschusses, danach stellvertretender gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Am 7. Dezember 2021 wurde Edgar Franke zum Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium ernannt.


Prof. Dr. Dr. Stefan Brunnhuber

Stefan Brunnhuber ist Ökonom und Mediziner, Mitglied des Club of Rome und der Lancet Kommission sowie Ärztlicher Direktor Diakonie Kliniken in Sachsen.

Ein besonderes Interesse Brunnhubers gilt den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Social Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen. Seiner Ansicht nach handelt es sich bei zwei Dritteln dieser Ziele um „global commons“ (deutsch: globale Allmendegüter oder auch globale öffentliche Güter). Er gibt in diesem Zusammenhang an, mit der Finanzierung von commons (Allmendegütern) könne ein Return on Investment des 10 bis 100-fachen des Return on Investment privater Investments in Aktien oder Staatsanleihen erreicht werden.

Stefan Brunnhuber

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