Bestes Geschäftsergebnis in der Geschichte der EKK

Kassel, 22.04.2013 – Trotz schwieriger Rahmenbedingungen an den Kapitalmärkten hat die Evangelische Kreditgenossenschaft eG (EKK) in 2012 ihre Leistungsfähigkeit erneut unter Beweis gestellt. Die evangelische Kirchenbank erzielte das beste Geschäftsergebnis ihrer Geschichte.

Der Jahresüberschuss konnte auf 6,3 Mio. Euro gesteigert werden (Vorjahr: 6,2 Mio. Euro). Damit werden die Rücklagen der Bank im Sinne einer nachhaltigen, soliden Geschäftspolitik weiter gestärkt.

Der EKK-Vorstand, Thomas Katzenmayer (Vorstandssprecher) und Dr. Marco Kern, zeigte sich im Rahmen eines Pressegespräches sehr erfreut über die gute Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres: „Die vor einigen Jahren vorgenommene strategische Ausrichtung der Bank erweist sich als richtig und erfolgreich. Trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten haben sich das institutionelle und private Kundengeschäft sehr positiv entwickelt. Das macht uns zugleich stolz und dankbar“, sagte Thomas Katzenmayer. „Sowohl im Anlage- als auch im Kreditbereich konnten wir ein deutliches Wachstum verzeichnen. In diesen stürmischen Zeiten ist das werteorientierte, nachhaltige Geschäftsmodell der EKK eine zentrale Säule zur Sicherung unserer Zukunftsfähigkeit“, so Katzenmayer weiter.

Ökonomische Verantwortung

Die EKK ist ihrer ökonomischen Verantwortung auch in 2012 nachgekommen. Der positive Trend der vergangenen Jahre hat sich weiter fortgesetzt. Nach dem Klassifizierungsverfahren des Bundesverbandes der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) konnte die EKK ihren A+-Bank-Status bestätigen. Die Bilanzsumme der EKK beträgt zum 31.12.2012 4,33 Mrd. Euro und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 % bzw. 104,9 Mio. Euro gestiegen.

Bei deutlicher Substanzverbesserung konnte die Ertragslage trotz der bekannten Marktverwerfungen auf hohem Niveau stabilisiert werden. In Bezug auf das Kundenkreditvolumen war sowohl im institutionellen als auch im privaten Kundengeschäft ein Anstieg zu verzeichnen. Darüber hinaus hat das Volumen der Vermögensverwaltungen und Advisory Mandate erstmalig die 2 Mrd. Euro Grenze überschritten.

Anstieg des Kundenkreditvolumens

Die Kundeneinlagen, die wichtigste Refinanzierungsquelle der EKK, reduzierten sich in 2012 um
7,7 % auf 3.002 Mio. Euro (2011: 3.254 Mio. Euro). Dabei ist allerdings anzumerken, dass bei den Geldern der institutionellen Kunden eine Umschichtung stattgefunden hat: Ein Großteil wurde in Form von Wertpapieren angelegt und erhöhte somit das außerbilanzielle Kundenvolumen. Das betreute Kundenanlagevolumen konnte trotz Staatsschuldenkrise und schlechten äußeren Rahmenbedingungen auf 7,03 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,92 Mrd. Euro) erhöht werden. Ungeachtet weiterhin hoher Sondertilgungen, die sich auf das niedrige Zinsniveau zurückführen lassen, konnten die Kundenforderungen in 2012 beachtlich um 3,2 % auf 1.426 Mio. Euro gesteigert werden. „Das erfreuliche Neukreditgeschäft hat somit die planmäßigen und außerplanmäßigen Tilgungen deutlich überstiegen“, erläuterte Dr. Marco Kern.

Geldpolitik der EZB prägt Ertragslage

Vor dem Hintergrund der expansiven Geldpolitik der EZB und dem damit einhergehenden niedrigen Zinsniveau erreichte der Zinsüberschuss in 2012 den Wert von 52,1 Mio. Euro und lag damit nach einem sehr positiven Wert in 2011 (54,7 Mio. Euro) in etwa auf dem Niveau von 2010.

Der Provisionsüberschuss konnte in 2012 auf 10,4 Mio. Euro (2011: 10,2 Mio. Euro) gesteigert werden. Der Jahresüberschuss konnte auf 6,3 Mio. Euro (2011: 6,2 Mio. Euro) gesteigert werden. Dieses gute Ergebnis werde sich nach Aussage des EKK-Vorstands auch in der Dividende bemerkbar machen: Der Generalversammlung werde am 3. Juni 2013 eine Dividende in Höhe von insgesamt 5 % vorgeschlagen. Diese Zahlung setzt sich zusammen aus einer Basisdividende von 4 % und einem Bonus von 1 %.

EKK erfüllt bereits heute alle regulatorischen Anforderungen

Ein angemessen haftendes Eigenkapital bildet neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik.

Die Solvabilitätskennziffer beträgt zum Bilanzstichtag 14,4 % (Vorjahr: 14,3 %). Damit wurden die neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen an das Eigenkapital nach Basel III, die ab 2013 schrittweise eingeführt werden sollen, von der EKK bereits in 2012 deutlich übererfüllt. Das harte Kernkapital der EKK beläuft sich auf 169,3 Mio. Euro. „Unser Eigenkapital ist so bemessen, dass wir allen Anforderungen unserer Kunden und Mitglieder gerecht werden können. Die oft zitierte Kreditklemme ist für EKK-Kunden kein Thema“, erklärte Katzenmayer.

Die aktuellen Themen der EKK

Seit dem vergangenen Jahr befindet sich die EKK in Abstimmung und Diskussion, wie die Bank den veränderten Rahmenbedingungen an den Finanz- und Kapitalmärkten aktiv begegnen kann. Hierunter fallen z. B. die angespannte Wettbewerbssituation am Markt oder das niedrige Zinsniveau. Doch Katzenmayer zeigte sich zuversichtlich: „Dank unserer strategischen Ausrichtung und unseren bisherigen Maßnahmen sind wir gut aufgestellt, um die anstehenden Aufgaben erfolgreich bewältigen zu können.“ Er fuhr fort: „Wir haben die Herausforderungen der kommenden Jahre identifiziert und uns dem Marktumfeld entsprechend aufgestellt. Die nachhaltige Stärkung der Bank sowie ein gesundes, stabiles Wachstum werden weiterhin in unserem Fokus stehen.“

Dass die Kunden mit der EKK und ihrem werteorientierten Geschäftsmodell sehr zufrieden sind, zeigen die Ergebnisse der aktuellen EKK-Kundenumfrage 2012/2013, an der 3.331 Kunden teilgenommen haben: 85,7 % gaben an, voll oder überwiegend mit der EKK zufrieden zu sein. „Das ist für uns eine große Ehre und zugleich Herausforderung. Natürlich wollen wir dieses gute Niveau halten bzw. weiter ausbauen“, sagte Katzenmayer. Das Weiterempfehlungspotenzial der Kirchenbank ist ebenfalls hoch:
46,2 % der EKK-Kunden haben die Bank bereits weiterempfohlen. 25,6 % planen eine Weiterempfehlung der EKK an Freunde und Bekannte.

Auch die Mitarbeiter der EKK können mit ihrem Arbeitgeber zufrieden sein: Das CRF Institute, Spezialist internationaler Personalmanagementstudien, zeichnete kürzlich die EKK als „Top Arbeitgeber Deutschland/Mittelstand 2013“ aus. Damit gehört die EKK zu den Top 100 in Deutschland. Die Kirchenbank überzeugte besonders in den Kategorien Benefits, Kommunikationskanäle, flexible Arbeitszeitmodelle sowie Mitarbeiter-Entwicklungs-programme. „Es freut uns, dass uns nun auch von offizieller Seite bestätigt wurde, dass wir viel für unsere Mitarbeiter tun und unserem eigenen Anspruch auch gerecht werden. Wir bieten unseren Mitarbeitern ein sicheres und motivierendes Arbeitsumfeld“, schloss Katzenmayer.

Mehr zu allen aktuellen Themen der EKK erfahren Sie unter www.ekk.de

Die Evangelische Kreditgenossenschaft eG

Die Evangelische Kreditgenossenschaft eG (EKK) mit Sitz in Kassel ist ein genossenschaftlich organisiertes Spezialinstitut. Die EKK wurde 1969 auf Initiative der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gegründet. Mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen in 13 Filialen deutschlandweit mehr als 1.100 institutionelle Mitglieder bzw. rund 70.000 institutionelle und private Kunden. Seit 1998 ist die EKK auch in Österreich vertreten.