Gospelmusik verbindet!

Der Countdown läuft. Der 8. Internationale Gospelkirchentag ist vom 9. bis 11. September in Braunschweig zu Gast. Die Evangelische Bank unterstützt das größte Treffen der europäischen Gospelszene.

 

 

Kurz vor dem Auftakt sprachen wir mit Dr. Christoph Meyns, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig.

Herr Dr. Meyns, in Kürze startet das Großereignis. Was bleibt noch zu tun?

Die monatelangen Vorbereitungen des Gospelkirchentags sind auf der Zielgeraden, die Bühnen werden dieser Tage an zentralen Plätzen in der Braunschweiger City aufgebaut. Endlich geht es los, alle Beteiligten fiebern dem Beginn entgegen. Die Chöre, Kirchengemeinden und kirchlichen Gruppen freuen sich sehr auf Europas größtes Gospelfestival. Eine Steuerungsgruppe wahrt den Überblick und koordiniert die verschiedenen Aktionen, Workshops und Konzerte. Eine Herausforderung war, für alle Teilnehmer Quartiere zu finden. Doch in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Braunschweig konnten wir alle Probleme lösen. Niemand muss unter freiem Himmel schlafen.

 

Wie viele Gäste erwarten Sie?

Wir gehen jetzt von rund 4.500 angemeldeten Teilnehmern aus. Hinzu kommen die rund dreißig gastgebende Gemeinden, und die vielen Gäste, die an der dezentralen Gospelnacht teilnehmen, an den drei Open-Air-Bühnen zuhören und die offenen Workshop-Angebote nutzen. Wenn das Wetter mitspielt, rechnen wir mit insgesamt etwa 40.000 Menschen, die mit uns Braunschweig in einen mitreißenden Gospelsound tauchen.

 

Wie schätzen Sie den Stellenwert der Gospelszene innerhalb der evangelischen Kirchen ein?

Die Gospelchöre sind eine besondere, wichtige Klientel. Sie singen mit großem Elan ihre Songs und sind für Glaubensinhalte sensibel. Weil die Gospelmusik musikalisch dem gegenwärtigen Musikgeschmack sehr nahe ist, wirkt sie integrativ und findet viele neue Anhänger. Die Gospelszene ist heute viel breiter und durchlässiger als in früheren Jahren. Gospelsänger sind begeisterungsfähig, sie begeistern mit ihrer Musik aber auch andere. Das vermittelt großartige Impulse in alle Ebenen kirchlichen Lebens! Für mich ist allerdings von besonderem Wert, dass Gospel mehr bedeutet als Musik. Gospel heißt immer auch Einsatz für eine gerechtere Welt.

 

Worauf freuen Sie sich persönlich am meisten?

Eigentlich freue ich mich auf alle einzelnen Elemente des Gospelkirchentags. Die zentrale Eröffnungsveranstaltung auf dem Braunschweiger Schlossplatz, an der u. a. auch Ministerpräsident Stephan Weil teilnimmt, die Gospelnacht mit vielen Chören in verschiedenen Braunschweiger Kirchen. Das Galakonzert am Samstagabend mit dem Oslo Gospel Choir wird ganz sicher ein Highlight, ebenso der „Chor der Nationen“ mit 150 Jugendlichen und der Hitsängerin Cassandra Steen. Persönlich freue ich mich besonders auf den Open-Air-Gottesdienst auf dem Schlossplatz, mit dem der Gospelkirchentag am Sonntag ausklingen wird. Und die besondere spirituelle Gospelatmosphäre, die die Sängerinnen und Sänger teils weltbekannter Gospelformationen in unsere Stadt tragen, wird Braunschweig nachhaltig beleben.

 

Singen Sie selbst eigentlich auch?

Nicht nur das. In meiner alten Heimat Nordfriesland habe ich als Sänger, Keyboarder und Bassist in früheren Jahren an vielen Gospelprojekten teilgenommen. Wenn es meine Zeit zulässt, werde ich sicherlich auch selbst auf dem Gospelkirchentag in die Tasten greifen.

 

Herr Landesbischof, wir danken Ihnen für das Gespräch.