Nachhaltigkeitspreis der Evangelischen Bank 2016

Als genossenschaftlich organisierte Kirchenbank tragen wir eine große Verantwortung. Von christlichen Werten geleitet, ist uns die gelebte Partnerschaft von Mitgliedern und Kunden sehr wichtig. Deshalb haben wir in 2016 bereits zum dritten Mal den Nachhaltigkeitspreis der Evangelischen Bank ausgelobt.

Das Motto des Nachhaltigkeitspreises 2016 lautet:

„Kein Mensch ist fremd.“
Der Fremde soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer; und du sollst ihn lieben wie dich selbst. (3. Mose 19,34)

Hierunter haben wir sowohl innovative Projekte unserer institutionellen Kunden aus Kirche, Diakonie, Gesundheits- und Sozialwirtschaft, die sich mit Migrations- und Flüchtlingshilfe beschäftigen, als auch Initiativen rund um das Thema Inklusion gefasst.

Der Nachhaltigkeitspreis der Evangelischen Bank 2016 prämiert drei Projekte institutioneller Kunden der Evangelischen Bank mit insgesamt 20.000 Euro.


Ausgelobt werden die Plätze 1 bis 3:

Platz 1: 10.000 Euro
Platz 2: 7.000 Euro
Platz 3: 3.000 Euro    

Neben den Preisen wird von den drei Gewinnern jeweils ein Videoclip produziert.  

Die Siegerprojekte

Im Rahmen der Preisverleihungs-Gala am 14. September 2016 wurden folgende Sieger gekürt:

1. Platz „Zusammen wachsen und zusammenwachsen“

Den ersten Platz belegt die Evangelische Luthergemeinde Hamburg-Bahrenfeld mit ihrem Projekt „Zusammen wachsen und zusammenwachsen“. Die Gemeinde hat 2014 den Luthergarten als stadtteiloffenen, interkulturellen Gemeinschaftsgarten gegründet. Auf einem ca. 14.000 m² großen brachliegenden Gelände wurde ein weitläufiger Gemeinschaftsgarten aufgebaut, mit Gemüse- und Obstanbau, Pflanzung einer Streuobstwiese, Hühnerhaltung, Vorrichtungen für Holz-, Stein- und Töpferarbeiten, Belassen eines Teils als „Wildnis“ für Kinder zum Abenteuerspiel, Draußenküche u.v.m. Das Projekt schafft einen Raum für interkulturelle Begegnung und soziale Integration, der einen lebhaften Austausch zwischen Jung und Alt, Angehörigen unterschiedlicher sozialer Milieus, Alteingesessenen und neu Zugezogenen sowie Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ermöglicht. Zudem fördert es die Partizipation von Menschen, die von Ausgrenzungsmechanismen betroffen sind.

2. Platz „Suse – sicher und selbstbestimmt – Frauen und Mädchen mit Behinderung stärken“

Mit dem zweiten Preis wurde der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff, Berlin) mit seinem Projekt „Suse – sicher und selbstbestimmt“ ausgezeichnet. Eine erschreckend hohe Anzahl an Frauen und Mädchen mit Behinderung (nämlich bis zu 75 %) erlebt Gewalt in ihren unterschiedlichsten Ausprägungen. Trotzdem erhalten behinderte Frauen und Mädchen noch immer zu selten Hilfe und Unterstützung. Nur wenige finden den Weg in Fachberatungsstellen und Frauenhäuser, weil diese nicht barrierefrei sind oder sie nicht bekannt sind. Zudem wissen Beraterinnen oft zu wenig über die Lebensbedingungen behinderter Menschen und die besonderen Bedürfnisse behinderter Frauen und Mädchen. Hier setzt „Suse“ an. Suse leistet und erprobt Vernetzungsarbeit. Das Projekt klärt auf über das Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung und die Möglichkeiten, sich Hilfe zu holen. Suse baut regionale inklusive Netzwerke auf, an denen sich alle beteiligen können.

3. Platz „Auf dem Weg… die Stadtführung“

Das Projekt „Auf dem Weg… die Stadtführung“ der BruderhausDiakonie Reutlingen Werkstätten freut sich über den dritten Preis. Die Initiative schafft Begegnungsstätten für Menschen, die sonst im Alltag selten zueinander finden: Beschäftigte der Behindertenwerkstätten nehmen Besuchergruppen mit auf den Weg durch Reutlingen, der ungewöhnliche Perspektiven auf die Stadt eröffnet. Der szenische Spaziergang mit Rap-Gesang, Tanz und lebendigen Darbietungen macht das inklusive Modellprojekt zu einer besonderen Erfahrung für Menschen mit und ohne Behinderung, für Bürger der Stadt Reutlingen ebenso wie für Touristen, Vereine, Schulklassen, Firmen und Gruppen aller Art. Die Stadtführer haben alle Inhalte selbst recherchiert und unter Anleitung von pädagogischen Fachkräften für eine abwechslungsreiche Präsentation aufbereitet.